Portrait

Vita | Lebenslauf Christoph Lehmann

Als Sproß einer Leipziger Musikerdynastie erblickte Christoph Lehmann im Jahr 1977 das Lichtspieltheater der Welt. Trotz dieser vorgezeichneten Fußstapfen folgte er einem anderen Weg. Obwohl der obligatorische Klavierunterricht und diverse Kinderrollen auf Opernbühnen sich für seinen späteren Werdegang als hilfreiche entpuppten. Ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl und ein bewusstes „Spiel“ mit der Tonspur prägen Lehmanns  Arbeiten bis heute.

Alles begann, als der elfjährige Christoph mit einem Tonbandgerät für die akustische Untermalung diverser Stummfilme der Familienchronik sorgte. Bald darauf drehte er mit der Schmalfilmkamera der Großmutter die ersten Kurzfilme und bereits mit 16 Jahren seinen ersten Spielfilm – als Schulprojekt. Nachdem er nämlich im Englischunterricht „Die Welle“ in der amerikanischen (schwarz-weiß) Version sah, lag er seinen Mitschülern und Lehrern so lange in den Ohren, bis genug Leute für eine Neuverfilmung des Stoffes im Boot waren, unter anderem auch der damals schon großartige Matthias Schweighöfer. Mit Ausdauer und Überzeugungskraft gelang es dem jungen Regisseur Lehmann, „sein“ Schülerteam über ein Jahr bei der Stange zu halten. Das Ergebnis brachte den Machern einige Anerkennung ein.

Direkt nach dem Abitur gründete Lehmann seine erste Videoproduktionsfirma und produzierte  Werbefilme und Musikvideos. Wenn Geld übrig war, investierte er in eigene Kurzfilmprojekte wie den Thriller „Portrait“. (Shocking Shorts Award / 13th Street / Official Selection).

Eine Affäre mit der Opernwelt konnte Lehmann dann doch nicht vom Filmemachen  abbringen. Als Querdenker und Autodidakt blieb er sich stets treu, was unter anderem dazu führte, dass er einen der begehrten Studienplätze an der Filmakademie Baden-Württemberg schon nach dem Grundstudium wieder an den Nagel hängte.

Es folgten viele Jahre in der Werbung. Lehmann inszenierte und produzierte Filme und Show-Events für bekannte Marken. Bei seinen Kunden mache er sich einen Namen als vielseitiger und pragmatischer „Umsetzer“, der stets  die „Extrameile“ geht.

Als freier Produzent, Regisseur und Kameramann realisierte er erfolgreich drei  abendfüllende Dokumentarfilme, u.a. „(R)evolution 2012“, der weltweit über Kino, DVD und Internet ein Millionenpublikum erreichte.

Im Führjahr 2018 startet sein Spielfilm-Debüt HALF BROTHERS (u.a. mit Alicia Gerrard und Jürgen Prochnow) in den USA. Beim 5. Chelsea Filmfestival New York 2017 wurden die hoch-talentierten Newcomer Alicia Gerrard („Vikings“/„Ripper Street“) und Matthew Smiley mit diesem ernsthaft-skurilen Beziehungsdrama „Beste Nebendarsteller“ und außerdem gewann der Film in der Kategorie „Beste Kamera“ (Olaf Klein).

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