Im Januar 2019 habe ich die Dreharbeiten zu CASTING ESCORT abgeschlossen. Die Idee zu diesem Film entstand beim Filmfestival München 2018 gemeinsam mit der Schauspielerin Kathrin Horodynski.
Die Story beleuchtet einen ganz kleinen Aspekt der #metoo Debatte: Wo genau hört für eine junge Schauspielerin in geselliger Macho-Männer-Runde eigentlich der Spaß auf? Schon bei schlüpfrigen Witzen? Oder erst, wenn der Zimmerschlüssel auf dem Tisch liegt?
Als Autor und Regisseur drängte sich mir bei der Auseinandersetzung mit dem Thema vor allem aber die Frage auf, ob sich in einer Branche, die von „Sex sells“ lebt, überhaupt objektiv verbindliche und erkennbare Grenzen ziehen lassen. Ist es für eine talentierte, junge Schauspielerin nicht ein Segen, wenn sie zugleich attraktiv ist? Oder wird diese Kombination zum Fluch? Weil sie niemals wissen kann, ob es nicht zuerst an ihrer äußeren Erscheinung liegt, dass die Männer-Welt der Produzenten und Investoren mit ihr arbeiten will.

In CASTING ESCORT ist es die junge Schauspielerin Nina, die sich in diese Zwickmühle hinein manövriert. Mit „Ende Zwanzig“ lebt sie noch immer zur Untermiete bei dem erfolgreichen Theater-Regisseur „Speiche“ (Samuel Finzi), der ihr ein väterlicher Freund ist.
Nicht gerade erfolgsverwöhnt, entscheidet sich Nina für einen Nebenjob als Escort Girl. Moralisch fragwürdig – vielleicht. Aber gut bezahlt!
Doch dummerweise ist ihre „erstes Date“ ausgerechnet der Produzent (Werner Wölbern) eines Filmes, für dessen Hauptrolle Nina gerade in der Casting-Endrunde steht. Eigentlich ein harmloses Geschäftsessen, wäre da nicht dieser amerikanische Investor des Produzenten (Derek Dean), der das Escort Girl Nina für die Idealbesetzung hält, ohne zunächst überhaupt von deren Schauspiel-Hintergrund zu wissen. Soll Nina diese Chance nutzen? Wie weit wird sie gehen?

CASTING ESCORT wird zunächst auf Filmfestivals und anschließend bei Amazon (Prime) zu sehen sein.



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